Bergbau in Südwest-Mecklenburg

22. Treffen des Arbeitskreises Bergbaufolgen am 21. und 22. September 2007 in Nieklitz
(H. Brause, Parchim)

Neben Sanden, Kies, Ton, Ziegellehm und Raseneisenstein gab es in der Vergangenheit vor allem im Dach der beiden Salzstöcke Lübtheen und Conow bemerkenswerte Bergbauunternehmungen: eine Saline bei Sülze, das seinerzeit größte und modernste Gipswerk Europas, drei Kalischächte, Braunkohlentiefbau bei Malliß bis 1960. Das 22. Treffen des Arbeitskreises Bergbaufolgen der DGG galt der Geschichte und den noch sichtbaren Spuren dieses Bergbaus. Daneben wurde aber auch die Geologie des noch nicht genutzten riesigen Vorkommens an Diatomeenkohle in der Salzstockrandsenke östlich von Lübtheen vorgestellt und die Nutzungsmöglichkeiten des Roh- und Brennstoffes Diatomeenkohle diskutiert.

Braunkohlenbergbau im Mallißer Revier mit Unterbrechungen zwischen 1817 und 1962 (Foto: K. Kleeberg)

Braunkohlenbergbau im Mallißer Revier mit Unterbrechungen zwischen 1817 und 1962 (Foto: K. Kleeberg)

Die durch H. Brause und W. v. Bülow organisierte Tagung nutzte für ihren Vortragsteil das beeindruckende Ambiente der Nieklitzer Ökologie- und Ökotechnologie-Stiftung und am Abend das im Aufbau befindliche Museum der Naturforschenden Gesellschaft Westmecklenburg in Ludwigslust. Im Gelände führten W. v. Bülow (Geologie) und H. Rössler (Bergbausanierung). Die Mittagsrast konnte im NABU-Besucherzentrum Elbaue auf der Festung Dömitz genossen werden.

Informationen zur Bestellung des Tagungsbandes sind auf der Übersichtsseite des Archivs zu finden.