Rohstoffgewinnung im UNESCO – Geopark Harz -Braunschweiger Land – Ostfalen

21. Treffen des Arbeitskreises Bergbaufolgen am 11. und 12. Mai 2007 in Langenstein
(Matthias Thomae, Halle/Saale)

Das 21. Treffen des Arbeitskreises Bergbaufolgen der DGG vom 11.-12. Mai 2007 führte die über 60 Teilnehmer dieses Mal in den Harz und sein nördliches Vorland. In seinen einführenden Worten erinnerte der Leiter des Arbeitskreises, Herr Dr. Rascher an die thematische Vielfalt der vergangenen 20 Treffen und gab einen Ausblick auf die weiteren geplanten Aktivitäten der Jahre 2007 und 2008 (s. a. Internationaler Geokalender in diesem Heft). Auch nach dem 21.Treffen ist die Themenliste der möglichen Treffen noch lang.

An dieser Stelle möchte sich der Arbeitskreis bei allen Einrichtungen herzlich bedanken, die die Treffen bisher auf vielfältige Weise unterstützt und gefördert haben. Ein besonders großes Dankeschön aber geht an alle Teilnehmer, die durch ihr Interesse und ihre gute Laune, durch Anerkennung und freundliche Ermutigungen, durch neue Ideen (und manchmal auch sachliche Kritik) eine wunderbare, fast familiäre Atmosphäre während der Treffen geschaffen haben.

Der Vortragsteil des 21. Treffens fand am Nachmittag des 12. 5. 2007 mit freundlicher Unterstützung des Landesamtes für Geologie und Bergwesen Sachsen – Anhalt im Schäferhof Langenstein statt. Die Vortragenden spannten den Bogen von der großen bergbaulichen Tradition des Harzes zu den heutigen Aktivitäten der Steine- und Erdenindustrie. Im ersten Vortragsblock wurden zunächst das Rohstoffpotenzial des Harzes und die fünfjährige Arbeit bei der Erschließung geotouristischer Potenziale des größten deutschen UNESCO-Geoparks Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen dargestellt.

Die Vorträge des zweiten Teiles waren den harten Tatsachen der Grauwackenlagerstätte Rieder und ihren Zukunftsfeldern, dem Kalksteinabbau von Elbingerode-Rübeland und den wertvollen Quarzsanden im Subherzyn gewidmet. Ein Vortrag über die Notwendigkeit geotouristischer Karten als Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit leitete zu einem ausführlichen Abendvortrag über, der die zahlreichen Zuhörer auf eine interessante Zeitreise in den Harz auf den Spuren J. W. v. Goethe über und unter Tage entführte.

Die Exkursionsgruppe an der Teufelsmauer bei Neinstedt, einem bereits 1833 als „seltene Natursehenswürdigkeit“ unter Schutz gestellter Felszug aus kretazischem Heidelbergsandstein.

Die Exkursionsgruppe an der Teufelsmauer bei Neinstedt, einem bereits 1833 als „seltene Natursehenswürdigkeit“ unter Schutz gestellter Felszug aus kretazischem Heidelbergsandstein.

Am nächsten Tag konnten sich die Teilnehmer vor Ort von den eindrucksvollen Abbaustellen und Geotopen ein eigenes Bild machen. Anliegen des 21. Treffens des Arbeitskreises Bergbaufolgen war es, den unmittelbaren Zusammenhang von Bergbau und Geotopschutz darzustellen. Ohne Abbaustellen oder andere temporäre Eingriffe in den Naturraum gäbe es keine geologischen Fenster in die Erdgeschichte. Die alten, aufgelassenen Steinbrüche und ihr Kontrast zur unberührten Natur üben eine magische Anziehung auf den Harzbesucher aus. Häufig wird vergessen, dass wirtschaftliche Tätigkeit, die Ursache für die heute so beeindruckenden Gesteinsformationen war. Die Herstellung der Balance zwischen bergmännischer Tätigkeit und der Schutz von Natur und Landschaft bleibt ein lohnendes Ziel.

Informationen zur Bestellung des Tagungsbandes/Exkursionsführers sind auf der Übersichtsseite des Archivs zu finden.