260 Jahre Bergbau und seine Folgen im Saarland

45. Treffen des Arbeitskreises Bergbaufolgen der DGGV e. V. 17. bis 19. Mai 2019 in Nalbach/Saarland

Ende 2018 wurde der subventionierte Steinkohlenbergbau in Deutschland aus politischen Gründen endgültig stillgelegt. Dies nahm der Arbeitskreis Bergbaufolgen der DGGV e. V. bereits im März 2018 zum Anlass, nach Witten – und damit zu den Wurzeln des Steinkohlenbergbaus im Ruhrgebiet – zu-rückzukehren, um an diesem geschichtsträchtigen Ort den Blick auf die Zukunft zu lenken (vgl. EDGG-Heft 259). Mit seinem jüngsten Treffen, dieses Mal fokussierend auf den Steinkohlenbergbau an der Saar, vervollständigte der Arbeitskreis Bergbaufolgen nun das Bild des ehemaligen deutschen Steinkohlenbergbaus und seiner künftigen Aufgaben.

Die Tagungsteilnehmer bei der Vortragsveranstaltung im Gemeindesaal Nalbach (Foto: H. Gerschel)
Die Tagungsteilnehmer bei der Vortragsveranstaltung im Gemeindesaal Nalbach (Foto: H. Gerschel)

Das 45. Treffen des Arbeitskreises Bergbaufolgen der DGGV e. V. fand in Kooperation mit der Erd-baulaboratorium Saar GmbH (ELS) zwischen dem 17. und 19. Mai 2019 in Nalbach statt. Im Vorder-grund stand – in Anlehnung an die Feierlichkeiten an der Ruhr und in Fortsetzung zum 43. Treffen des Arbeitskreises Bergbaufolgen im März 2018 in Witten – die Erinnerung an den jahrhundertelangen Steinkohlenbergbau und dessen geologische Grundlagen. Die Folgen der Stilllegung, zurzeit hoch und emotional an der Saar diskutiert, waren ein weiteres wichtiges Tagungsthema. Zwei halbtägige Exkursionen, (1) zum natürlichen Rutschhang des Hoxberges und das dortige Drainagebauwerk sowie (2) zur Bergehalde Ensdorf und der RAG-Repräsentanz Saar, verdeutlichten die große Bedeutung des Steinkohlenbergbaus und seine Folgen für das Saarland. Die begleitende Wanderung auf dem Liter-mont mit Besuch des Kupferbergwerkes Düppenweiler widmete sich darüber hinaus weiteren Roh-stoffgewinnungen wie Kupfer-, Kalk- und Gipsabbau.

Die Tagungsteilnehmer am Gipfelkreuz des Litermont (Foto: H. Gerschel)
Die Tagungsteilnehmer am Gipfelkreuz des Litermont (Foto: H. Gerschel)

Alle Vorträge sind im Tagungsband (H. Gerschel & F. Weber [Hrsg.]: 260 Jahre Bergbau und seine Folgen im Saarland. – Exk.f. und Veröff. DGG, Heft 261, 124 Seiten, 96 Abb., 3 Tab.; Hanno-ver/Duderstadt 2019, ISBN: 978-3-86944-194-8, Preis: 29,95 €) einschließlich umfangreicher weiter-führender Literatur zum Thema und individuell nachvollziehbaren Exkursionsführern enthalten.

Die Tagungsteilnehmer vor dem "Saarpolygon" auf der Bergehalde der Grube Ensorf (Foto: H. Gerschel)
Die Tagungsteilnehmer vor dem „Saarpolygon“ auf der Bergehalde der Grube Ensorf (Foto: H. Gerschel)

Für die Ermöglichung der Tagung und die Unterstützung bei den Exkursionen danken wir der Ge-meinde Nalbach (insbesondere Peter Lehnert, Melina Schmidt und Sandra Guardavascio), dem Kup-ferbergwerk Düppenweiler (insbesondere Hans-Werner Kockler und Karl-Rudi Wilhelm), der RAG Aktiengesellschaft (insbesondere Friedrich Breinig und Volker Hagelstein) sowie dem Mitveranstalter, der Erdbaulaboratorium Saar GmbH und allen engagierten Helfern.

Dr. Henny Gerschel & Dr. Jochen Rascher, Arbeitskreis Bergbaufolgen DGGV e. V.
Dr. Friedwald Weber, ELS – Erdbaulaboratorium Saar GmbH