Herzlich Willkommen auf den offiziellen Seiten des "Arbeitskreis geowissenschaftliche Aspekte in Bergbaugebieten" ("Arbeitskreis Bergbaufolgen").

Deutschland ist nicht nur ein Land mit bedeutender geowissenschaftlicher Tradition, sondern auch ein Gebiet mit Jahrhunderten währendem Bergbau. Die Bewertung und das Management zum Rohstoffabbau und dessen Folgen setzen gegenwärtig und auch zukünftig eine permanente, wissenschaftlich niveauvolle und interdisziplinäre Beschäftigung mit den Bergbaugebieten voraus.

In der Deutschen Geologischen Gesellschaft - Geologische Vereinigung e. V. werden derartige montanwissenschaftspraktische Zielstellungen im "Arbeitskreis Geowissenschaftliche Aspekte in Bergbaugebieten" (AK Bergbaufolgen) behandelt. Der Arbeitskreis stellt sich seit seiner Gründung im Jahre 1995 der Aufgabe, dazu in montanen Regionen Geowissenschaftler sowie Vertreter aus geologienahen Verwaltungs-, Wirtschafts- und Wissenschaftsbereichen zum interdisziplinären Gedankenaustausch zusammenzuführen.


Braunkohlenkraftwerk Boxberg/Oberlausitz, im Vordergrund rekultivierte Kippenflächen

Neuigkeiten (aktualisiert am 06.02.2017)

Maare, Rohstoffe und Bergbaufolgen in der sächsischen Oberlausitz - 42. Treffen des Arbeitskreises Bergbaufolgen der DGGV vom 09. bis 10. Juni 2017 in Malschwitz

Sehr geehrte Damen und Herren,

das 41. Treffen des Arbeitskreises Bergbaufolgen im Herbst 2016 widmete sich der Vulkaneifel mit ihren Maaren und dem quartären Vulkanismus, der Grundlage für eine vielfältige Rohstoffindustrie seit der Römerzeit bis heute ist (vgl. EDGG Heft 257/2016).

Weniger bekannt ist, dass in der sächsischen Oberlausitz tertiärer Vulkanismus, auch in Form explosiver Ergüsse und damit verbundener Maar-Bildungen, eine der rohstoffgeologischen Grundlagen für die dortige Steine-Erden- Industrie bildet. Das 42.Treffen des Arbeitskreises Bergbaufolgen stellt dazu eine seit 150 Jahren intensiv rohstoffwirtschaftlich genutzte Landschaft nordöstlich des alten sorbischen Siedlungszentrums Bautzen vor: Im Dreieck Guttau-Kleinsaubernitz-Baruth gibt es bis heute Basaltsteinbrüche, Kiessandgruben und Tontagebaue. Im Oligozän gebildete Maar-Strukturen verursachten im jüngeren Tertiär weiterhin mächtige Braunkohlenflöze, die zwischen 1853 und 1927 abgebaut wurden. Der heute als Tagebaurestsee vorhandene Olbasee ist ein Zeuge dieser Zeit und wird seit langem als Naherholungsgebiet genutzt.

Die Tagung zeigt in der Vortragsveranstaltung und einer ganztägigen Exkursion die geologische Entwicklung und die bergbauhistorischen Wurzeln der Oberlausitz. Der aktive Tonbergbau und das UNESCO-Biosphärenreservat Lausitzer Heide- und Teichlandschaft vermitteln ein zukunftsweisendes Verständnis des Naturschutzes, ohne die bergbauhistorischen Wurzeln einer Region zu kappen.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Mit herzlichem Glückauf
Arbeitskreis Bergbaufolgen
Deutsche Geologische Gesellschaft - Geologische Vereinigung e. V.

Download der Einladung als PDF-Datei: Einladung_Treffen-42_Bergbaufolgen.pdf.

Bild: Knopek & Claus Design in GOTH & SUHR (2007, www.umwelt.sachsen.de/lfulg)
Luftbild: Google Earth

Alle Informationen und Anmeldung auf der Veranstaltungsseite.